Projekt-Archiv

Die Gespräche mit den Gemeinden über den ersten Entwurf zum regionalen Richtplan haben der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt deutlich gezeigt: Die Bevölkerung wird in unserer Region weit stärker wachsen, als dies bisher angenommen wurde. Der Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt hat deshalb einen Workshop am 18. März 2015 mit Behördenmitgliedern und Verwaltungsfachleuten aus den Bereichen Planung, Hoch- und Tiefbau, Ver- und Entsorgung, Gesundheit, Schule, Soziales und Sicherheit zum Thema Wachstum durchgeführt.

In der Agrarpolitik 2014-2017 sind als eine von sieben Beitragskategorien Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) vorgesehen. Wie in der Vernetzung ist auch in der Landschaftsqualität die Beteiligung an einem regionalen Projekt Voraussetzung, um die Beiträge zu erhalten. Der Bund möchte mit den LQB folgende Ziele erreichen:

  • die Vielfalt der schweizerischen Landschaften erhalten und fördern
  • den ortstypischen Charakter einer Landschaft pflegen und weiterentwickeln

Antrag und Weisung des ZPK-Vorstands an die Delegiertenversammlung vom 23. Mai 2012 über die Anpassung des regionalen Richtplans für den Golfpark Zugersee

  • Teilrevision Siedlungs- und Landschaftsplan
  • Teilrevision Verkehrsplan (Fuss- und Wanderwege)

Das Regionale Raumordnungskonzept (Regio-ROK) präzisiert das kantonale Raumordnungskonzept (ROK). Es bettet das Knonaueramt in das übergeordnete räumliche Umfeld ein und bildet den gesamtstrategischen Orientierungsrahmen für die Koordination der raumwirksamen Tätigkeiten innerhalb der Region, mit den Nachbarregionen bzw. -kantonen und unter den Sachbereichen. Das Regio-ROK zeigt eine Gesamtschau der erwünschten räumlichen Entwicklung und dient als konzeptioneller Überbau für die Teilrichtpläne. In den Teilrichtplänen wird die erwünschte räumliche Entwicklung auf die einzelnen Sachbereiche bezogen konkretisiert und deren Umsetzung festgelegt. Das Regio-ROK betrachtet die Situation und Perspektiven des Knonaueramts, legt fest an welchen Werten bzw. Leitlinien sich die räumliche Entwicklung orientieren soll und beschreibt im Sinne eines Zielbilds das Zukunftsbild Knonaueramt 2030.

Vernetzungsprojekte stützen sich auf die Direktzahlungsverordnung des Bundes (DZV 1. Januar 2014). Sie haben zum Ziel, die natürliche Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern, indem Biodiversitätsförderflächen (BFF) zu Gunsten ausgewählter Arten angelegt, aufgewertet und gepflegt werden. Vernetzungsprojekte behandeln schwerpunktmässig die landwirtschaftliche Nutzfläche und ihre biologische Vielfalt. Es werden aber auch andere Nutzungen in die Überlegungen mit einbezogen. Vernetzungsbeiträge können jedoch nur für Elemente der landwirtschaftlichen Nutzfläche geltend gemacht werden. Die Teilnahme an Vernetzungsprojekten ist freiwillig. Hat sich ein Bewirtschafter jedoch zum Mitmachen entschieden, verpflichtet er sich, die Fläche bis zum Abschluss der achtjährigen Projektphase entsprechend zu bewirtschaften.

Im Gegensatz zum Vernetzungsprojekt berücksichtigt das Landschaftsentwicklungskonzept alle Landschaftselemente: das landwirtschaftliche Kulturland, den Wald, die Gewässer, den Siedlungsraum und die Infrastrukturanlagen.

Gemäss aktuellem Planungsstand [Herbst 2009] wird der S-Bahnfahrplan im Knonaueramt mit der Umsetzung der 4. Teilergänzung (4. TE) auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2015 Änderungen erfahren. Diese werden zwar nur im Minutenbereich liegen. Trotzdem könnten die Änderungen Konzeptanpassungen beim Busangebot nötig machen, da die bestehenden Fahrzeugumläufe und die Anschlüsse kaum Spielraum zulassen. Dies betrifft unter anderem die von Zürich Wiedikon herkommende Linie 215, die sowohl in Birmensdorf als auch in Affoltern a/A schlanke Anschlüsse auf die S-Bahn von/nach Zürich anbietet. Aber auch für die übrigen Linien in den Knoten Affoltern a/A und Birmensdorf können die geänderten S-Bahnzeiten Auswirkungen auf die Anschlusssituationen und die Fahrzeugumläufe haben. Deshalb wurden für den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der 4. Teilergänzung im Knonaueramt sämtliche Buslinien im Knoten Affoltern am Albis und Birmensdorf überprüft.

Parallel wurde das Busnetz im Oberamt auf Untersucht. Es sollten Optimierungsmöglichkeiten für die Buserschliessung Oberamt erarbeitet werden und ein Zielkonzept für den Zeithorizont 2011 – 2014 inkl. Etappierung verfasst werden.

Das REK besteht aus einem Bericht und einer Karte im Mst. 1:25'000 und enthält konkrete Angaben und Hinweise für die räumliche Entwicklung der Gesamtregion und der einzelnen Gemeinden. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden erarbeitet.

VertreterInnen der Behörden und massgebender Interessengruppen aus den Gemeinden Wettswil, Bonstetten und Birmensdorf sowie Repräsentanten der Region Knonaueramt und der Verwaltung des Kantons Zürich entwickeln gemeinsam Vorstellungen zur Zukunft des Raumes Filderen und formulieren entsprechende Empfehlungen an die Planungsverantwortlichen auf kommunaler, regionaler und kantonaler Ebene.

12 Leitsätze zur räumlichen Entwicklung